Katzenbach

Bügeleisen im Depot

Die Ansicht von Hinten

Zum Modellbahnhändler zu gehen ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Meist benötigt man nur ein Ersatzteil und bleibt dann doch vor den Vitrinen stehen und dann geht es dem Märklinisten so, als wenn ein Junkie zum Dealer sagt: „Ach nöööö, ich brauch das nicht!“
Der Dealer sagt den Preis und der Junkie antwortet: „Na dann! Aber nur dieses eine Mal.“
So wieder einmal geschehen am Ostersamstag, als ich ein paar M-Gleise im Industrieradius für meine Vintage Regal-Anlage benötigte.
Die vorliegende E 160 der Deutschen Bundesbahn kommt in rotem Farbkleid und mit analogem Antrieb nach Katzenbach. Ganz offensichtlich hatte die Lok noch nie ein Gleis berührt, abgesehen von der Probefahrt in Göppingen. Der Zustand ist trotz fehlender Verpackung makellos und wie neu. Daher weckte das Modell 3457 meine Begierde und wanderte zusammen mit einem Hochleistungsantrieb zur Kasse. Einen Decoder von Lenz hatte ich noch. Mit 79,00 Euro war das Modell leicht günstiger als im Netz, gehörte sofort mir und verursachte keine Versandkosten. Wieder ein Pluspunkt für den Händler vor Ort.

BR E 160 012-1 von Märklin

Das Modell 3457 ist die rote Variante der 160 mit zwei Schleifstücken am Pantographen aus der Märklin-Bauzeit 1992 – 1996. Im Jahr 2002 wurde dann die digitale Variante 37562 mit einem fx-Decoder als E 60 Rangierlok aufgelegt. Die Vorgängerin 3157 hat es auf eine Bauzeit von 9 Jahren (`81 -`90) gebracht. Sie unterscheidet sich durch das leuchtendere Rot, aber vor allem durch die schwarz lackierten Räder und nicht brünierten silbernen Radkränze. Eigentlich verwunderlich das Märklin das Modell noch nicht wieder aufgegriffen hat, bedenkt man wie erfolgreich lange es im Sortiment war.

160-1024-13-28.jpg
Bild von Benedikt Dohmen (<a href=“//commons.wikimedia.org/wiki/User:Benedictus“

Die Baureihe wurde für die Deutsche Reichsbahn Anfang der 30er Jahre beschafft, als elektrische Rangierlokomotive konzipiert und von AEG / SSW gebaut. In den 50er Jahren wurden die Loks für die Bundesbahn renoviert. Insgesamt waren 14 Stück der Baureihe im Einsatz. Ab 1977 wurden die Loks nach und nach ausgemustert. 1980 fand die letzte 160er durch einen Bedienungsfehler ein jähes Ende. Den Kosenamen „Bügeleisen“ verdankt die Lok übrigens ihrem ungewöhnlichen unsymetrischen Aussehen.

Im übrigen ist das vermeintliche Hinten vorne. Also das kurze Ende ist die Front. Entsprechend der Bauart-Bezeichnung 1 C mit der Vorlaufachse voraus.

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